Physiotherapeutin Maria Gabriele Galoppi aus dem Ambulatorium Strebersdorf erzählt...

 

 

Welche Aufgabe nimmst Du bei VKKJ wahr?

 

Ich arbeite als Physiotherapeutin im Ambulatorium Strebersdorf - und das nicht erst seit ein paar Wochen, ich bin seit 1983 bei der VKKJ.  Ich betreue Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen sowie mit Körper- und

Mehrfachbehinderungen, begleite die Eltern, halte Kontakt mit ihrem Umfeld, wie Kindergarten, Schule usw. Besonderes Augenmerk lege ich auf eine optimale Hilfsmittelversorgung, weil sie die Lebensqualität meiner PatientInnen wirklich verbessert. Daneben gibt es noch allgemeine Aufgaben im und für das Team.  Zusätzlich betreue ich auch immer wieder FH-StudentInnen und KollegInnen aus dem Bobathkurs.

 

Was ist das Schöne an Deinem Beruf?

 

Ich habe  immer mit Menschen und ihrem konkreten Leben zu tun. Das macht meine Aufgabe spannend und herausfordernd. Langeweile kenne ich nicht. Und auch wenn ich als Physiotherapeutin keine Wunder wirken kann, so gelingt es doch, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten und ihnen gemeinsam mit ihren Eltern Möglichkeiten zu öffnen.

 

Was macht die Arbeit mit Kindern/Jugendlichen einzigartig?

 

Sie sind unmittelbar, unvorhersehbar, auf eine besondere Weise motivierbar. Sie sind ehrlich und zeigen mir genau, was gut für sie ist. Und in besonderen Momenten lassen sie mich ihr Vertrauen spüren - das ist etwas elementar Wunderbares. Es gibt Stunden, in denen entsteht ein regelrechter „flow“: Dann geht die Arbeit ganz leicht von der Hand und alles ist in Bewegung.

 

Was gefällt Dir an der Arbeit bei der VKKJ besonders? Was gefällt Dir weniger?

 

Die VKKJ bietet mir ein hohes Maß an persönlicher Gestaltungsfreiheit, ich erlebe viel Wertschätzung und habe die Chance, auch schwierigste Fälle in einem großen, interdisziplinären Team zu bearbeiten. Das ist schön. Außerdem ist die VKKJ ein verlässlicher Arbeitgeber. Trotzdem gibt es Tage, an denen die Zeit knapp wird, den Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden und alle zusätzlichen Aufgaben zu erfüllen. Manchmal wünsche ich mir weniger Bürokratie und mehr Phasen zum Nachdenken. Toll wäre auch ein Zivildiener, der meinen Kolleginnen und mir bei den unzähligen Hebearbeiten zur Hand geht. Man wird ja noch träumen dürfen.

 

Wie würdest Du die Arbeitsatmosphäre bei uns beschreiben?

 

Sehr kollegial. Die flachen Hierarchien machen es uns leicht, einander auf Augenhöhe zu begegnen.

 

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Dir aus?

 

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Therapie mit den Säuglingen, Kindern und Jugendlichen und die nicht zu unterschätzende Elternarbeit. Für all das muss vieles vorbereitet und im wahrsten Sinn des Wortes bewegt werden. Ich weiß gar nicht, wie viele Kilogramm ich an einem Arbeitstag hebe. Viel Zeit nehmen die Dokumentation, das Organisieren von Hilfsmitteln, das Schreiben von Befürwortungen, die zahllosen Telefonate und E-Mails und auch die Verwaltungsarbeit in Anspruch. Und eines darf man nicht vergessen: Neben Freude über Entwicklungen und dem gemeinsamen Lachen gibt es auch die Stunden, in denen ich die Tränen von Kindern und Eltern und manchmal auch meine eigenen, verborgenen trocknen muss.

 

Was würdest Du sagen, macht den VKKJ-Spirit für Dich aus?

 

Das Gefühl, dass wirklich alle gemeinsam für die Kinder und Jugendlichen da sein und sie nach besten Kräften unterstützen wollen - ganzheitlich, zugewandt und angepasst an deren individuelle Bedürfnisse.