Musiktherapeut MMag. Robert Duda aus dem Ambulatorium Liesing erzählt...

 

 

Welche Aufgabe nimmst Du bei VKKJ wahr?

 

Ich bin seit mehr als zwei Jahren Musiktherapeut bei der VKKJ und versorge PatientInnen vor allem in den Bereichen Kommunikation, Sozialkompetenz, Ressourcen und Emotionalität. Musik kann dort gut ansetzen, wo Sprache und Abstraktionsfähigkeit wenig oder gar nicht gebraucht werden; wo nonverbales Kommunizieren in der Beziehungsanbahnung bevorzugt wird. Neben den gewohnten musiktherapeutischen Techniken (Improvisieren, Regulieren, Kreieren, Interagieren etc.) lasse ich meine Erfahrungen als Musiker und Musikproduzent im elektronischen Bereich einfließen.

Mittels „neuer Medien“ in der Musiktherapie kann bei einigen Jugendlichen ein Beziehungsaufbau um vieles vereinfacht werden, da man sich dadurch auf einer „vertrauteren“ Ebene begegnen kann. Ich verwende beispielsweise ein Keyboard mit Samplefunktion, eine Gesangsanlage mit Effekten, ein Aufnahmegerät und verschiedenste Musikprogramme am Laptop. So kommt es schon mal vor, dass wir gemeinsam ein Lied komponieren, Rappen oder DJ spielen.

Neben der expliziten musiktherapeutischen Tätigkeit, bin ich alle zwei Wochen im Freizeittreff für eine Gruppe von ca. zehn Jugendlichen unterstützend tätig.

 

Was ist das Schöne an Deinem Beruf?

 

Das Schöne ist die zwischenmenschliche Begegnung über das Medium Musik. Der kreative Spielraum ist individuell und vielfältig; dabei sehr vielfältig und es kommt immer wieder zu Überraschungen. Kontaktaufnahme und Kommunikation verlaufen über das Medium Musik oftmals leichter und ungehemmter. Schön ist auch, dass ich Musik „liebe“, weshalb es mir große Freude bereitet mit diesem Werkzeug zu arbeiten und gemeinsam mit den Jugendlichen den Rahmen der wöchentlichen Therapie musikalisch zu gestalten.

 

Was macht die Arbeit mit Kindern/Jugendlichen einzigartig?

 

Die Arbeit mit den jungen Erwachsenen und ihren Familien ist herausfordernd und gleichzeitig erfrischend. Vor allem der Übergang von der Jugend ins Erwachsenenalter reizt mich. Es ist erfüllend, die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Autonomie und Selbstständigkeit zu unterstützen, ihre Ressourcen zu stärken und sie ein Stück weit begleiten zu können.

 

Was gefällt Dir an der Arbeit bei der VKKJ besonders? Was gefällt Dir weniger?

 

Ich fühle mich im Rahmen der VKKJ gut aufgehoben. Der Austausch im Team sowie innerhalb meiner Berufsgruppe gibt mir Rückhalt für die therapeutische Tätigkeit. Von Seiten der VKKJ fühle ich mich als Mitarbeiter willkommen.

 

Wie würdest Du die Arbeitsatmosphäre bei uns beschreiben?

 

Streng und strukturiert, dynamisch und professionell und gleichzeitig individuell gestaltbar.

 

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Dir aus?

 

Ich betrete das Ambulatorium, lege in der Garderobe ab, gehe ins Sekretariat um die PatientInnen-Akte und interne Post zu holen, und begebe mich schließlich in meinen Musiktherapieraum. Dort wird der PC für Zeiterfassung und Emailverkehr angeschaltet und der Raum gelüftet. Fortan erwarte ich PatientInnen, lese Akte und schreibe Protokolle.

In kleinen Pausen und der Mittagspause kann ich Energie tanken und mich mit meinen Kollegen austauschen.

 

Was würdest Du sagen, macht den VKKJ-Spirit für Dich aus?

 

Es wird viel Wert auf die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Arbeitnehmerzufriedenheit gelegt. Eine gute  Kommunikation, sowohl im Team als auch allgemein im Rahmen der VKKJ, scheint mir einen hohen Stellenwert zu haben.